Montag, 28. Februar 2011

Sturmhöhe von Emily Bronte.



Sturmhöhe von Emily Bronte
398 Seiten, Liebesroman, Tragödie
Klappentext: >>Die Rücksichtslosesten Leidenschaften.<< Süddeutsche Zeitung

Schon als Kind waren sie unzertrennlich: Catherine von der Sturmhöhe und ihr Stiefbruder Heathcliff. Doch als Catherine einen anderen heiratet, verfolgt Heathcliff sie und ihre Familie mit seinem Hass bis in den Tod. Ein Roman um leidenschaftliche Liebe und alles zerstörende Rache.

>>Mann kann dieses Buch schrecklich finden, furchtbar, irrlichternd und pedantisch destruktiv, erbarmungslos. Aber vergessen kann man es nicht. << Die Zeit

Inhalt:
Der alte Mr. Earnshaw hat aus den Elensquartieren von Liverpool einen kleinen Jungen auf seinen sturmumtosten Hof in Yorkshire mitgebracht. Seine Tochter Catherine empfindet für den schroffen und aufbrausenden Heathcilff, wie man ihn nennt, von Anfang an große Sympathie und Zuneigung, denn auch sie ist von schwierigem, leidenschaftlichem Temperament. Ihr Bruder Hindley begegnet dem Jungen mit eifersüchtigem Hass. Als Catherine im heiratsfähigen Alter jedoch einen anderen ihm vorzieht, verfolgt Heathcliff sie und alle, die ihr lieb und teuer sind, mit erbitterter und alles zerstörender Rache.

Autorin:
Emily Brontë war nur ein kurzes Leben beschieden. 1818 in Thornton geboren, verstarb die zweite der berühmten Bronte-Sisters 1848 an Tuberkulose. Neben bedeutenden Gedichten hat sie den Roman 'Sturmhöhe' hinterlassen - ihr Meisterwerk.

Bewertung: Schwere Lektüre war es auf jeden Fall. Auf der Zunge und im Magen. Und was „Die Zeit“ da geschrieben hat, trifft absolut zu. Man kann dieses Buch hassen oder lieben, ein Dazwischen gibt es nicht.
Ich persönlich gehöre zu letzterem. Und ich denke jeder, der nur halb so viel Begeisterung für Romane aus dem 18./19. Jahrhundert aufbringt wie ich, wird das auch.
Die Liebesgeschichte zwischen Catherine und Heathcliff ist herzzerreißend. Und auch, wenn Catherine teilweise ein Biest ist – nicht nur Heathcliff gegenüber – schließt man doch alle Charaktere schnell ins Herz.
Was mich ein bisschen genervt hat, war dieser Dialekt, in dem Josef – ein Dienstbote – immer redet. Ich musste stellenweise wirklich überlegen, was das jetzt genau zu bedeuten hat.

Kleines Beispiel, damit ihr wisst, was gemeint ist:
>>Wie kennt ‘r doch nur so faul da rumstehen, wo die annern all fort sin! Aber ‘n Tunichgut seid ‘r – un rede nutzt nit, bessern tut ‘r Eich nit, aber zum Satan geht ‘r, grad wie Eire Mutter z’vor.<< S. 20
Da wird man doch verrückt, oder?

Fazit: Wenn einen das Thema nicht hundertprozentig interessiert, würde ich davon abraten, allen anderen wünsche ich ein schönes Lesen. (; 

Ja, ich muss ein bisschen nachholen, weil ich solange nichts gepostet habe. :p
Also stellt euch in den nächsten Tagen auf ein paar Rezensionen ein. (:

Die 13 1/2 Leben des Käpt'n Blaubär - Walter Moers.





Die 13 ½ Leben des Käpt’n Blaubäre von Walter Moers
703 Seiten, Roman, „Fantasy“ …
erschienen am 01.Dezember 2001 (5. Auflage)
(Bild.)
Klappentext: Die halben Lebenserinnerungen eines Seebären - ein Universum für sich! Käpt'n Blaubär entführt die Leser in eine Welt der Phantasie: auf den Kontinent Zamonien, wo Intelligenz eine übertragbare Krankheit ist und all jene Wesen hausen, die aus unserem täglichen Leben verbannt sind. Eine aufregende Reise durch ein märchenhaftes Reich, in dem alles möglich ist - nur nicht die Langeweile!

>>Gelungenere Unterhaltung wird es in absehbarer Zeit schwerlich geben.<< Frankfurter Allgemeine Zeitung

>>Dieser literarische Husarenstreich ist gelungen.<< Die Zeit

>>Ein epochales Buch. Auf gut 700 Seiten schafft Moers ein Universum.<< Brigitte

Bewertung: Auch wenn er teilweise zäh wie Gummi ist, hatte ich am Blaubären meinen Spaß. Lustig, spannend, fantasievoll. Generell wird das Wort Fantasie hier ganz groß geschrieben.
Moers entführt den Leser in eine Welt voller fantastischen Wesen und Orten, die alle so wunderbar verrückt sind, das sie wirklich keine Ähnlichkeit mit der Realität haben.
Ein Leben beginnt gewöhnlich mit der Geburt – meins nicht. Zumindest weiß ich es nicht, wie ich ins Leben gekommen bin. Ich könnte – rein theoretisch – aus dem Schaum einer Welle geboren oder in einer Muschel gewachsen sein, wie eine Perle. Vielleicht bin ich auch vom Himmel gefallen, in einer Sternschnuppe.
fest steht lediglich, dass ich als Findelkind ausgesetzt wurde, mitten im Ozean. Meine erste Erinnerung ist, dass ich in rauer See trieb, nackt und allein in einer Walnussschale, denn ich war ursprünglich sehr, sehr klein.
- Seite 15
Was mir sehr gefallen hat, waren die Lexikoneinträge.
Ein Beispiel:
Aus dem >>Lexikon der erklärungsbedürftigen Wunder, Daseinsformen und Phänomene Zamoniens und Umgebung<<
von Prof. Dr. Abdul Nachtigaller
Zwergpiraten, die: Trotz oder vielleicht gerade wegen ihrer eigentlichen Harmlosigkeit führen sich Zwergpiraten sehr gerne blutrünstig und rauhbeinig auf. Sie schwingen gerne großmäulige Reden, die bevorzugt von erfolgreichen Kaperfahrten und fetter Prise handeln. Man könnte fast sagen, sie neigen zur Prahlsucht, Wenn sich zwei Zwergpiraten begegnen [und das passiert auf einem Schiff voller Zwergpiraten ja andauernd], dann zählen sie sich gegenseitig mit großartigen Gebärden und viel Geschrei die Anzahl der Handelsschiffe vor, die sie angeblich in den Grund gebohrt haben, und protzen mit den unschuldigen Matrosen, die sie erbarmungslos kielgeholt oder über die Planke gejagt haben. Dabei trinken sie Rhumm, ein Getränk aus Algensaft und Zuckerrohr, das ihre Kaperphantasien noch befeuer und ihre Zungen schnell schwer werden lässt, obwohl es gar keinen Alkohol enthählt. Zwergpiraten vertragen nicht viel.
Fazit: Auch wenn ich recht lange gebraucht habe, da ich auch mal ein paar Tage lang gar nicht gelesen habe, würde ich es trotzdem jederzeit weiter empfehlen, weil es einfach ein wahnsinniges Leseerlebnis war.

Noch eine kleine Leseprobe:
Es sind schon mehr Schiffbrüchige durch Tratschwellen umgekommen als durch verdursten. Aber das wusste ich damals noch nicht. Für mich war es jedenfalls eine willkommene Ablenkung in der Ödnis der Flaute.
Die beiden Wellen waren nun ganz nahe herangekommen. Als sie mich sahen, auf meinem wackligen Floß, nackt und ausgebleicht von der sengenden Sonne, bekamen sie einen Lachanfall.
"Du meine Güte!", schrie die eine Welle. "Was haben wir denn da?"
"Einen Luxusdampfer!", kreischte die andere. "Mit Sonnendeck!"
Sie schwappten hin und her vor Lachen. Ich verstand nicht ganz, was sie meinten, aber ich lachte mit, um mit ihnen in Kontakt zu kommen.
Die Wellen umkreisten das Floß wie zwei Haifischflossen.
"Wahrscheinlich denkst du jetzt, du hast den Verstand verloren, nicht wahr?", fragte die eine.
"Sprechende Wellen sind das erste Anzeichen für einen Sonnenstich, wusstest du das?", die andere.
"Ja, und danach kommen singende Fische. Du solltest dir dein Schicksal erleichtern. Spring einfach ins Wasser!"
Sie schwappten hin und ehr und schnitten grässliche Grimassen.
"Huuuh!", rief die eine Welle.
"Buuuh!", die andere.
"Wir sind die Wellen des Grauens!"
"Spring schon! Mach der Qual ein Ende!"
Ich dachte nicht daran zu springen. Im Gegenteil, ich war hocherfreut, dass sich endlich jemand um meine Unterhaltung bemühte. Ich setzte mich and en Rand des Floßes und betrachtete amüsiert das Schauspiel.
"Mal im Ernst, Kleiner...", sagte eine der Wellen, nachdem sie bemerkt hatten, dass sie mit der Nummer bei mir nicht weit kamen. "Wer bist du eigentlich? Wo kommst du her?"
Das war das erste Mal in meinem Leben, dass mich jemand etwas fragte. Ich hätte gerne geantwortet, aber ich wusste ja gar nicht, wie das geht.
"Was ist los, Junge?", fuhr mich die andere Welle schroff an. "Hast du deine Zunge verschluckt? Kannst du nicht sprechen?"
Ich nickte. Ich konnte zuhören, aber nicht sprechen. Weder die Zwergpiraten noch die Klabautergeister hatten darauf Wert gelegt, dass ich sprechen lernte. Mir fiel es auch gerade erst auf.
Die beiden sahen zunächst mich, dann sich selbst lange und tief betroffen an.
"Das ist ja furchtbar! Er kann nicht sprechen. Hast du so etwas Schreckliches schon jemals gehört?", sagte die eine.
"Das ist ja grauenvoll!", rief die andere. "Das stelle ich mir schlimmer vor als... als Verdunsten!"
Die Wellen umkreisten mich mit besorgten Gesichtern.
"Du Ärmster der Armen! Verurteilt zu ewigem Schweigen! Was für ein bedauernswertes Geschöpf!"
"Das ist wirklich das Erschütterndste, was ich in meinem bisherigen Leben gesehen habe!"
"Erschütterung ist kein würdiges Wort für meine Empfindungen angesichts eines solchen Schicksals! Tragik weht mich an!"
"Tragödie!", schrie die eine Welle.
"Klassische Tragödie!", die andere.
Sie fingen beide an, bitterlich zu weinen.
Von einer Sekunde auf die andere beruhigten sie sich wieder, steckten ihre Wellenkämme zusammen und beratschlagten sich:
"Ich habe überhaupt keine Lust ihn zu verhöhnen."
"geht mir genauso. Ich bin einfach zu betroffen zum verhöhnen. Es ist seltsam, aber... mir... mir ist irgendwie nach helfen zumute."
Die andere Welle schüttelte sich ein wenig. "Ja! Mir auch! Eigenartiges Gefühl, nicht wahr?"
"Ja... so fremd! Aber irgendwie... auch interessant! Wild! Neu! Nie dagewesen!"
"Wild! Neu! Nie dagewesen!", wiederholte die andere Welle begeistert.
"Nun ja - aber wie kann man ihm nur helfen? Was kann man da nur machen?"
Grübelnd zogen die Wellen ihre Kreise um mein Floß.
"ich hab's", rief die eine Welle. "Wir bringen ihm das Sprechen bei!"
"Meinst du, das geht?", zweifelte die andere. "Ich finde, er sieht ein bisschen minderbemittelt aus."
Eine der Wellen schwappte direkt zu mir hin. "Sag mal ,A'!", befahl sie, sah mir tief in die Augen und streckte mir eine Zunge aus Meerwasser entgegen.
"A!", sagte ich.
"Siehst du!", rief sie. "Wer A sagen kann, kann im Null Komma nichts auch Binominalkoeffizient sagen!"
- S. 58 - 60

Mein erster Award. (:

Hallöchen. (:
Es tut mir leid, dass ich mich so lange nicht gemeldet habe, aber mit der Schule habe ich gerade echt viel um die Ohren, da hab ich selten Zeit.
Na ja, jedenfalls ist hier noch etwas, das ich bisher noch nicht erledigt habe:

Und zwaaaaar habe ich meinen ersten Award bekommen. (:
Schon vor einer gefühlten Ewigkeit, aber wie gesagt: bisher habe ich noch nicht die Zeit hierfür gefunden.
Ich hol' das jetzt mal ganz schnell nach. (;
Um welchen Award es sich handelt? Oh ja, richtig - beinahe vergessen. :p
Es handelt sich um den...
Ein FETTES Dankeschön an Marie! (:
Damit wäre auch schon Punkt 1 erledigt. Denn das Ganze hat ja auch Regeln:
1. Danke der Person, die dir den Award verliehen hat und verlinke sie in deinem Post!    
2. Erzähle uns 7 Dinge über dich                                                                                                
3. Gib den Award an 15 (!) kürzlich entdeckte, neue Blogger                                                 
4. Kontaktiere sie und lass sie wissen, dass sie den Award bekommen haben (siehe Punkt 3)

2.1 Ich lese suuuuper gerne. Aber das ist wahrscheinlich kein Geheimnis. ;)
2.2 dunkelblonde Haare mit hellen Strähnen
2.3 sehr dunkelbraune Augen
2.4 Gymnasiastin
2.5 öfters mal ein bisschen verpeilt :D
2.6 Vegetarierin
2.7 Familienmensch (:

3. Nach langem Überlegen, bin ich zu diesem Entschluss gekommen: (:

3.1 Karo
3.2 Claudia
3.3 finaja
3.4 Fee 
3.5 Anna 
3.6 Fyn
3.7 Doris 
3.8 Alex
3.9   Romy
3.10 Liz
3.11 Mirka
3.12 Catharina
3.13 Babsi
3.14 Sade
3.15 puschenteil

Einige von diesen Blogs habe ich wirklich ganz, ganz frisch entdeckt, also nicht wundern, wenn ihr mich noch nicht kennt. (;

So, dann berichte ich den ganzen jetzt mal von ihrem Glück. :D